By Dipl.-Päd., Dr. phil. Gunther Graßhoff (auth.), Gunther Graßhoff (eds.)

Die Menschen, um die es im Feld Soziale Arbeit eigentlich geht, werden als Adressaten in Forschungsarbeiten zu den verschiedenen Handlungsfeldern im Grunde nur am Rande thematisiert. Soziale Arbeit als Forschungsgebiet bleibt konzentriert auf eine eigene institutionelle und professionelle Praxis. Im Gegensatz hierzu werden Adressaten oder Nutzer im Kontext lebenweltsorientierter und dienstleistungsorientierter Ansätze eine wachsende Bedeutung zu geschrieben. Vor diesem widersprüchlichen Hintergrund ist es Ziel dieser Darstellung, die aktuelle Diskussion verschiedener Ansätze einer Adressatenforschung zu systematisieren und sozialpädagogische Adressatenforschung theoretisch und methodologisch zu fundieren.

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Vielmehr sind Problemdeutungen und Bedarfsfeststellungen machtvolle gesellschaftliche Stellgrößen (vgl. Dollinger 2011), sodass in die Konstitution der Sozialfigur ,Adressat' immer schon professionelle wie alltagstheoretische Deutungen einfließen, die auch in die biographischen Selbstdeutungen und kontextuellen Erfahrungen von Adressat_innen präformierend hinein- Konturen eines kritischen Adressatenbegriffs 41 reichen. Aus diesen Überlegungen heraus ist es gerechtfertigt, Adressat_innen eher als ,schwache Akteure' mit einem begrenzten Potential an Handlungsmächtigkeit zu konzipieren (KessllKlein 2010; S.

253), d. h. es als politisches und damit öffentliches, gesellschaftlich relevantes Thema etablieren zu können. Dies hängt entscheidend davon ab, ob Konflikte in Lebenslagen überhaupt als solche benennbar werden und eine Versprachlichung und damit einen gesellschaftlichen Raum erhalten. Nicht in dieser Weise markierte Konflikte sind f"1ir Betroffene schwer interpretierbar und meist werden nur ihre Folgen als ,Problem' der Beteiligten (oft der Opfer) öffentlich benannt. ; S. 254). In diesem Moment wird also ein bestimmter Zuschnitt des Bedürfnisses und auch die Mittel der Reaktion auf dieses festgelegt, wird entschieden, ob Sanktionen oder Gratifikationen, Hilfen io materieller Form oder als Beratung für angebracht gehalten werden.

1999): Ideologie-Palaver? KommentarundDokumentation der leicht gekürzten Ausgabe des Schröder/Blair-Papiers. In: neue praxis, 29. , S. 323-330 Scberr, A. (2008): Subjekt- und ldentitätsbilduog. -U. ): Grundbegriffe Ganztagsbildung. Wiesbaden, S. lThole, W. (2009): Anerkennung- ein unterschätzter Begriff in der Sozialen Arbeit? In: Soziale Passagen, 1. , S. 133-144 52 Maria Bitzan/Eberhard Bolay Schmer, M. (2001): Das Individuum der Gesellschaft: synchrone und diachrone TheorieperspektiYen. FrankfurtlMain Schrödter, M.

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