By Martin Krzywdzinski

Ist Polen das trojanische Pferd einer deregulierten Arbeitspolitik und einer geringen sozialen Sicherung in der Europäischen Union? Martin Krzywdzinski untersucht mit netzwerkanalytischen Methoden die politischen Entscheidungsprozesse sowie den Wandel der Interessen- und Kräftekonstellation im Politikfeld Arbeit und Soziales in Polen seit 1989.

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Der funktionalistische Verweis auf die Reproduktionserfordernisse des Systems kann in einer akteursbezogenen Argumentation nicht integriert werden, denn es gibt keine Akteure, denen das Systeminteresse bekannt wäre und deren partikularen Interessen damit identifizierbar wären. Es gibt keinen Akteur, der das allgemeine Systeminteresse verkörpern würde, und es gibt keinen Ort, an dem die sinnvollsten Maßnahmen zur Systemreproduktion bekannt wären. Zudem soll das politische System nicht nur die kapitalistischen Systemerfordernisse wahren, sondern auch politische Legitimität beschaffen können.

Die Formanalyse verweist darauf, dass die Reproduktion der kapitalistischen Ökonomie und des ihr zugrunde liegenden Machtverhältnisses zwischen Kapital und Arbeit die Garantie der Institutionen des Privateigentums und der Rechtsform durch eine außerökonomische Gewalt, im Normalfall den Staat, voraussetzt. Solange die staatliche Politik diese Institutionen schützt, entspricht sie den Interessen des Kapitals und hat damit einen selektiven Charakter. An diesem Argument ist nicht viel auszusetzen, allerdings bietet es keine Anhaltspunkte für eine differenzierte Analyse konkreter politischer Prozesse.

Die Klassenanalyse versucht auf dieser konkreten Analysestufe, weitere in den gesellschaftlichen Reproduktionsbeziehungen wurzelnde Strukturierungsprinzipien neben der Unterscheidung von Kapital und Lohnarbeit zu thematisieren. Das Klassenschema wird oftmals nach Kriterien wie Kontrolle und Aufsicht über Arbeitskräfte (Herrschaftsfunktionen), manuelle oder nicht manuelle Tätigkeit (Status), qualifizierte oder einfache Tätigkeit (Verfügung über knappe Fähigkeiten) etc. differenziert. Welche Differenzierungskriterien jedoch gewählt werden, sie beziehen sich immer auf die Organisation des gesellschaftlichen Arbeitsprozesses.

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