By W. Scheppach (auth.), Professor Dr. Dr. Jürgen Stein, Priv.-Doz. Dr. Axel Dignass (eds.)

Der Schwerpunkt der Vorträge und Diskussionen der zweiten Expertenrunde "Aktuelle Gastroenterologie" lag diesmal in der differentialdiagnostischen Abgrenzung chronisch entzündlicher Darmerkrankungen gegenüber intestinalen Infektionen. Neben der Diskussion der wichtigsten differentialdiagnostisch relevanten intestinalen Infektionen warfare es ein Hauptanliegen der Organisatoren, differentialdiagnostische Strategien zur Unterscheidung zwischen infektiöser und chronisch entzündlicher Darmerkrankung kritisch zu erörtern. Der hierzu erschienene zweite Band fasst den aktuellen Stand zum Stellenwert intestinaler Infektionen (Salmonellen, Campylobacter, Yersinien, Mykobakterien etc.) zusammen. Ein weiterer Themenblock stellt die atypischen Colitiden, von der Diversionscolitis über die neutropene Colitis zur collagenen/lymphozytären Colitis und die ischämische Colitis dar. Die hieraus resultierenden differentialdiagnostischen Strategien bei CED-Entzündungen vs. Infektionen werden erarbeitet und in einem abschließenden Kapitel diskutiert.

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Stattdessen gelang bei diesen Patienten der Nachweis von intraepithelialen Lymphozyten, weshalb der Name lymphozytiire Kolitis vorgeschlagen wurde. Bei anderen Patienten mit unklaren wiissrigen Diarrhoen war die Histologie gekennzeichnet durch perikryptische Infiltrationen mit eosinophilen Leukozyten. Wieder andere Varianten wurden beschrieben, z. B. eine Mukosainfiltration mit Mastzellen, die sich auch bei der kollagenen Kolitis hiiufig finden. Es wurde vermutet, dass die kollagene Kolitis, die lymphozytiire Kolitis, die perikryptische eosinophile Enterokolitis und Mischbil- 24 S.

C. Bischoff 26 Colon transversum 83% Diagnose 98% EntzOndung Rektosigmoid 66% Diagnose 82% EntzOndung Abb. 1. Kollagene Kolitis: Zuverlassigkeit der histopathologischen Diagnostik. Studie an 56 Patienten mit kollagener Kolitis, von denen 291 Biopsien ausgewertet wurden. Die Schnitte wurden mittels H & E sowie Trichrom gefarbt. Kollagendicke: 6-230 lim, in 97% der Falle > 10 1I. (Nach Offner et al. 1999) tenabszesse fehlen vollig. Die histopathologischen Veranderungen bei kollagener und mikroskopischer Kolitis sind in folgender Obersicht zusammengefasst.

In einer retrospektiven Studie an 24 Patienten mit kollagener Kolitis wurde der Langzeitverlauf iiber bis zu 5 Jahren untersucht (Bonderup et al. 1999). Die Autoren berichteten von 4 Spontanremissionen und 10 Fallen von persistierenden chronisch-intermittierenden Diarrhoen. Sechs Patienten starben waren des Beobachtungszeitraums an Erkrankungen ohne Zusammenhang zur Kolitis, das Auftreten eines kolorektalen Karzinoms (CRC) wurde nicht beobachtet. Dies wird durch eine Studie von Chan et al. (1999) bestatigt, die keinen Unterschied hinsichtlich der Inzidenz von Darmtumoren zwischen Patienten mit mikroskopischer Kolitis und Normalbevolkerung beobachteten.

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