By Friedrich Zunkel

Die vorliegende Studie zur Geschichte des rheinisch-westfalischen Unter nehmers stellt eine uberarbeitung meiner 1955 abgeschlossenen Disserta tion "Entwicklungstendenzen im Rheinisch-Westfalischen Unternehmertum von der Begrundung des Zoll vereins bis in die ersten Jahre des Deutschen Reiches" dar. Die Bearbeitung hatte zwei Ziele. Einmal sollte sie eine Straf fung der Darstellung erreichen, zum anderen aber neue Fragestellungen, ver besserte Begriffskategorien und Erkenntnisse der jungsten Forschung beruck sichtigen und verarbeiten. Dagegen warfare es mir zeitlich nicht moglich, neu es Quellenmaterial in bedeutendem Umfange zu erschliessen. Fur Anregung und Forderung meiner Dissertation bin ich Professor Ra senberg, Berkeley, united states, und Professor Herz/eId, Berlin, sehr verbunden. Ihre uberarbeitung und Drucklegung wurden ermoglicht dank der freund lichen Forderung und Unterstutzung von Verleger Dr. Middelhauve, dem Kultusministerium des Landes Nordrhein-Westfalen und der Sozialfor schungsstelle an der Universitat Munster in Dortmund. Fur wissenschaft liche Anregungen und Hinweise habe ich Professor Dr. Canze und Professor Dr. Jantke, Dr. Middelhauve, Dr. Dr. Fischer und Dr. Teuteberg herzlich zu danken. Dartmund, Mai 1961 Friedrich Zunkel INHALT Einleitung ................................................ nine I. Die beruflich-soziale Herkunft der rheinisch-westfalischen Unt- nehmerschicht ................... . . . . . . . . . . . . . . .. . . thirteen . . . . . II. Die Revolutionierung von Wirtschaftsgeist und Wirtschaftsfuhrung 34 1. Die Jahre der Vorbereitung 1830-1850 .................. 34 2. Die Entfesselung des neuen Wirtschaftsgeistes 1850-1875 . . .. . forty six III. Verhaltensweisen und soziale Stellung der Unternehmerschicht bis zur Jahrhundertmitte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. . . sixty six . . . . . . . . . 1. Lebensfuhrung und kulturelle Interessen. . . . . . . . . . . .. . . . sixty six .

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Bis zum Erlaß des ersten preußischen Arbeitsschutzgesetzes am 6. 4. 1839 wurden ganz allgemein Kinder unter 9 Jahren in Fabriken beschäftigt 35 • 1846 betrug die Zahl der allein in der rheinischwestfälischen Textilindustrie arbeitenden Kinder unter 14 Jahren 19623, in ganz Preußen in demselben Jahre 23333 36, während die viel umfangreichere und entwickeltere englische Textilindustrie 1847 42883 Kinder unter 13 Jahren beschäftigte 37 • Doch waren die Zahlen der Kinderarbeit in den westlichen Provinzen Preußens sicher noch höher, da sich die in Hausindustrie und Handwerk helfenden Kinder statistisch kaum erfassen ließen.

29 Joseph Hamen, Gustav v. 91. 27 28 40 Die Revolutionierung von Wirtschafts geist und Wirtschaftsführung Arbeiter abschieben 30, die - häufig auch durch Werkmeister oder Kommissionäre ihrer Firmen ausgebeutet - der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung meist psychologisch hilflos und ohne eigene Organisations- und Koalitionsmöglichkeit rechtlich benachteiligt gegenüberstanden. Mehrfach nur auf raschen Gewinn bedacht 3 ! und zu ungebildet, um eine vernünftige Produktionspolitik zu betreiben, fabrizierten viele Fabrikanten in Haussezeiten wild drauflos und entließen in Depressionszeiten einen Großteil ihrer Arbeiter.

1849 gab es in Rheinland-Westfalen 651 feststehende Dampfmaschinen mit 18775 PS, 1875 waren es bereits 11706 mit 379091 PS8. Das war fast die Ebenda, 1. , Berlin 1863, S. 428. Ernst Engel, Die erwerbstätigen juristischen Personen insbesondere die Aktiengesellschaften im preußischen Staate, Berlin 1876, S. 10 H. , Berlin 1878/79, S. 373. 8 Die Zahlen umfassen auch Dampfhämmer und SchiHsmaschinen. Zahlen für 1849 5 6 Die Entfesselung des neuen Wirtschaftsgeistes 1850-1875 49 gleiche Energiemenge, über die ganz Frankreich verfügte 9.

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