By Axel Groenemeyer (auth.), Axel Groenemeyer, Jürgen Mansel (eds.)

Das Buch zeigt die Konsequenzen, die die Definition von Konflikten im Alltag über die Zugehörigkeit zu ethnischen Gruppen hat und zwar nicht nur für die artwork der Konfliktaustragung, sondern auch für die Identitätsentwicklung der Beteiligten.

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Ressourcenorientierte Biografiearbeit: Grundlagen – Zielgruppen – Kreative Methoden

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Fördern durch Pflege bei schweren Hirnschädigungen: Connected Care® Concept

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Ethnizität ist überhaupt nur als soziales Problem zu einem relevanten Thema der Soziologie geworden. Allerdings wurde hier, wie auch häufig später im Rahmen der kulturalistischen Perspektive, Diskriminierung über Vorurteile bei den Schweißen erklärt und in diesem Sinne tendenziell psychologisiert (s. (Bonilla-Silva 1996; Weiß 2001: 3Off. ). Erst mit dem "ethnic revival" in den sechziger Jahren entwickelte sich eine Ausdifferenzierung zweier Perspektiven: Während einerseits die Beschreibung und Untersuchung kultureller Eigenarten einzelner ethnischer Gruppen zu einem eigenständigen, eher kulturanthropologisch orientierten Forschungsgebiet fiihrte, wurde andererseits die Problemperspektive geschärft, und es wurden stärker die Aspekte der Diskriminierung, Gewalt, Segregation, Ausbeutung und sozialen Ungleichheitstruktur aufgrund ethnischer Kategorisierungen hervorgehoben.

Die Sklaverei oder Kolonisation. B. über niedrigere Bildungsabschlüsse, geringeren Zugang zu kulturellen und sozialen Ressourcen, setzt sich selbst dann noch fort, wenn die aktuelle Situation weniger durch eine explizite oder intendierte Diskriminierung gekennzeichnet ist. 25 Es gibt dann also eine De-facto-Diskriminierung, obwohl diskriminierenden Mechanismen selbst aktuell gar nicht mehr wirksam werden müssen, sondern historisch entstandene Ungleichheiten nur auf gleichem Niveau reproduziert werden.

Ethnizität wird dann entweder zu einem Medium der Absicherung personaler und sozialer Identität gegen Fremdheit, Unsicherheit und anderen Identitätszumutungen, oder sie stellt ein Medium der Herabsetzung und Diskriminierung dar. B. alle Konflikte als 40 Verteilungskonflikte angesehen werden. Gerade in Auseinandersetzungen um kulturelle Orientierungen und deren Legitimität gewinnt die Konstruktion kultureller Differenz und moralischer Gemeinschaften häufig eine Eigendynamik, die einer strategischen Nutzung von Ressourcen geradezu widerspricht, auch wenn ihre Grundlage manchmal in Mobilisierungsstrategien für Verteilungskonflikte gesehen werden kann.

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