By Jan van Deth, Hans Rattinger, Edeltraud Roller (auth.), Jan van Deth, Hans Rattinger, Edeltraud Roller (eds.)

Die Bundestagswahl 1998 hat zum ersten direkt durch Wahlen erzwungenen "Machtwechsel" in der Geschichte der Bundesrepublik geführt. Für die Wahl- und Einstellungsforschung stellt sich zum einen die Frage, welche purpose für diesen Wechsel ausschlaggebend waren. Zum anderen ist dies Anlass danach zu fragen, in welchem Ausmaß im vereinigten Deutschland weiterhin zwei getrennt Elektorate - eine westdeutsche und eine ostdeutsche Wählerschaft - existieren.
Die Beiträge dieses Bandes, die aus zwei Tagungen des Arbeitskreises "Wahlen und politische Einstellungen" der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW) hervorgegangen sind, analysieren konkurrierende Erklärungsansätze für die Entscheidung der Wähler bei der Bundestagswahl 1998 und untersuchen die Entwicklung der Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen ost- und westdeutschen Wählern.
Analysiert werden verschiedene Aspekte der Wahlentscheidung, wie die Nichtwahl, das Stimmensplitting und die Wechselwahl. Als Erklärungsfaktoren werden die sozialstrukturelle Zusammensetzung der Wählerschaft, die Mediennutzung sowie Einstellungen gegenüber politischen Parteien, Kanzlerkandidaten, politischen Sachfragen und der Demokratie behandelt. Daneben enthält der Band auch Beiträge, die sich mit wichtigen Entwicklungen und methodischen Grundproblemen der Wahl- und Einstellungsforschung beschäftigen.

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Die die Befragten der Sachfrage fUr sieh personlich beimaBen. 11 Die Forrnulierungen der Sachfragen sind nicht identisch. aber aufeinander beziehbar. Kandidatenkornpetenz Wirtschaft: .. gutes Konzept, urn die Wirtschaft wieder anzukurbeln" . darauf bezogene Wichtigkeit fiir Ego: .. Wettbewerbsfahigkeit der deutschen Wirtschaft starken"; Kandidatenkornpetenz Arbeitsrnarkt: .. gutes Konzept zur Bekarnpfung der Arbeitslosigkeit" . darauf bezogene Wichtigkeit fUr Ego: .. Die Arbeitslosigkeit bekarnpfen" .

Diese vier Aspekte - haben Personen oder Sachfragen die Bundestagswahl 1998 entschieden, und in welchem AusmaB spielten Vergangenheits- und Zukunftsbeztige fUr die Wahlentscheidung eine Rolle, stehen auch in diesem Beitrag im Vordergrund: die ersten beiden in empirischer, die letzten beiden in theoretisch-interpretativer Hinsicht. 98. 1998. 98. Kanzler- oder Politikwechsel? 37 98er gegenuber der 94er Wahl unt~~scheidet. 1m dritten Abschnitt wird im AnschluB an jungere theoretische Uberlegungen der Wahlforschung (Miller/Shanks 1996; FuchslKuhnel1994; Brettschneider 2000; Roller 1998) eine kausale Sequenz der Wahlentscheidungsfaktoren argumentiert und im vierten Abschnitt ein Modell entworfen sowie Erwartungen formuliert.

Die generelle Hypothese ist also. daB Unterschiede hinsichtlich der Struktur der Zusammenhange zwischen West und Ost existieren. Das ist auch der Grund dafur. die Modelle fUr beide Gebiete getrennt zu testen und auf ein Gesamtmodell zu verzichten. Die Hypothesen zu den Ost-West-Unterschieden sind nicht neu und haben schon verschiedene Anwendungen gefunden (FuchslKuhnel 1994; Roller 1998). Auf eine ausfUhrliche Begrundung kann daher an dieser Stelle verzichtet werden. Grundlage der Hypothesen bilden Dberlegungen zu den Informationskosten des Wahlaktes.

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