By Roswitha Terlinden (auth.), Siegfried Lamnek, Marie-Theres Tinnefeld (eds.)

Seit alters her hat der umhegte Garten eine besondere Bedeutung für die sozialen Beziehungen der Menschen. Er bildet einen fließenden Übergang zwischen intimen, privaten und öffentlichen Orten. In diesem Buch wird am Beispiel des Gartens gezeigt, wie die Spaltung von Öffentlichkeit und Privatheit verschwimmt.

Show description

Read or Download Privatheit, Garten und politische Kultur: Von kommunikativen Zwischenräumen PDF

Similar german_11 books

Der Richter: Die Geschichte einer Liebe, einer Ehe und eines Berufs

Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer ebook information mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden müssen.

Ressourcenorientierte Biografiearbeit: Grundlagen – Zielgruppen – Kreative Methoden

Konzept und Ansatz der Biografiearbeit als Methode in der Sozialen Arbeit ist noch immer wenig theoretisch fundiert. Im Kontext sozialpädagogischer Arbeitsfelder wird Biografiearbeit zwar als Methode in der Beratungsarbeit geführt, bisher ist diese jedoch nicht systematisch thematisiert und reflektiert.

Fördern durch Pflege bei schweren Hirnschädigungen: Connected Care® Concept

Durch die gute klinische Versorgung ist ein Leben nach einem Unfall mit schwerer Hirnschädigung heute für viele Patienten lange möglich. Menschen mit erworbenen neurologischen Erkrankungen wie z. B. bei einem Schlaganfall, a number of Sklerose, Wachkoma aber auch einer fortgeschrittenen Demenz oder Morbus Parkinson benötigen eine in depth Pflege und Betreuung.

Additional info for Privatheit, Garten und politische Kultur: Von kommunikativen Zwischenräumen

Sample text

So bieten diverse Theater im Hochsommer abends Theateraufführungen im Theatron an, einem kleinen pseudoantiken Rundbau im Nordteil des Parks. Die Zuschauer werden aus dem klassischen In-Door-Kulturerlebnis in ein im Freien ablaufendes Kultur-Picknick versetzt. Die Zuschauer sind eingeladen, in die Vorstellung Essen mitzubringen: panem et circensis in München. ) Schon auf den ersten Blick zeigt sich ein Abbau von auf das Theater bezogenen Konventionen und Normen: Man sitzt in relativ offener Formation ohne strenge Sitzreihen, es gibt keine Kleiderordnung und auch keine Preisunterschiede in Abhängigkeit vom Sitzplatz.

Das individuelle Schamgefühl, das sozial-normativ vermittelt ist, reguliert den Austausch zwischen dem Selbst und den anderen. Es ist also "ein sozialer Affekt, der das Verhalten und Erleben von Menschen in Interaktionen regelt" (Hilgers 1996: 12). Vorstellungen über das, was privat ist, sind historisch gewachsen und veränderbar sowie von Milieus und Kulturen abhängig. So besteht beispielsweise in asiatischen Ländern eine andere Vorstellung von Privatheit als in Europa. Die Gründe dafür liegen zum einen in der geschichtlichen Entwicklung der Lebenswelt des Privaten und damit verbunden zum anderen in den 46 Siegfried Lamnek unterschiedlichen Kulturen.

Und Gesellschaften bilden stets solche Schachteln aus, um sich eine Ordnung zu geben. Ich spreche deshalb von der "verschachtelten Gesellschaft". So war und ist gesellschaftliche Ordnung stets auch die Ordnung räumlichen Dazwischentretens, der Verschachtelung kommunikativer Anschlussfahigkeit. • • • • • • So bekam etwa der Marktplatz der Städte seinen Sinn in erster Linie von der Stadtmauer, deren Grenze ihn erst ermöglicht, indem sie Waren-, Personen- und Geldverkehr einschränkt. Der Sinngeber der Nationalstaaten liegt nicht primär im hauptstädtischen Zentrum, sondern in der Stabilität ihrer Außengrenze, die den Raum kommunikativer Erreichbarkeit markiert.

Download PDF sample

Rated 4.78 of 5 – based on 11 votes