By Gerhard Naegele (auth.), Gerhard Naegele (eds.)

Die demographische Entwicklung in Deutschland hat uns bewusst gemacht, dass sich Gesellschaft, Politik und Wirtschaft auf die Einbindung von älteren Menschen in die Arbeitswelt einstellen müssen. Damit gewinnt aus durchaus praktischen Gründen die wissenschaftliche Erforschung des sozialen Lebenslaufs und seine politische Gestaltung insgesamt eine zentrale Bedeutung: Die schnelle und fundamentale Änderung von modernen Lebensverläufen erfordert eine bewusste Politik in zahlreichen Bereichen. Dieser Band bietet einerseits die wissenschaftlichen Grundlagen der Lebenslaufforschung, andererseits untersucht er die Politikbereiche, in denen Lebenslaufpolitik verstärkt betrieben werden muss.

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Demnach ist der Lebens(ver)lauf als „Normalbiografie“ eine „Institution der Vergesellschaftung“ und damit zugleich „ein Regelsystem, das die Entwicklung des individuellen Lebensentwurfs erleichtert, alltägliches wie biografisches Handeln anleitet und das Leben zeitlich ordnet“ (Geissler 2007: 26), 34 ƒ ƒ ƒ Gerhard Naegele somit „das individuelle Leben verzeitlicht, chronologisiert und individualisiert“ (Amrhein 2004: 164). Der Lebens(ver)lauf mit den meist aufeinander folgenden Phasen Bildung und Ausbildung, Erwerbsarbeit und Ruhestand konstituiert sich somit erst durch Regulierungen und Standardisierungen (Leisering, Müller & Schumann 2001).

Normbiografie“ je nach Geschlecht und Herkunft unterschiedlich anzutreffen ist. Sie ist am ehesten gültig für (alle) Männer sowie für ostdeutsche Frauen, allerdings „bleibt auch hier noch ein breiter Variationsraum der Lebensläufe von Nichtnormbiografien. Bei den Frauen aus Westdeutschland ist die Heterogenität am größten. ). Von besonderer Bedeutung ist …, dass die Personen in diesen drei Frauengruppen neben der stärksten Neigung zur Familienarbeit, auch bezüglich der Pflege von Angehörigen die stärkste Beteiligung aufweisen“.

A. o. Pkt. 1). a. B. B. Bäcker et al. 2007; Bd. II; Geißler 2007). Andererseits sind diskontinuierliche weibliche Erwerbsbiografien immer auch (und auch heute noch vielfach) Ausdruck von Versorgungsdisparitäten bei familienunterstützender sozialer Infrastruktur (BMFSFJ 2005). w. in der Arbeitsmarkt- und in der Alterssicherungspolitik) relevante soziale Benachteiligung und Ungleichheiten bei Frauen in wichtigen Lebensphasen und – bereichen (siehe auch die Beiträge von Krüger und Meier-Gräwe in diesem Buch).

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