By Rainer Geißler (auth.), Rainer Geißler (eds.)

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Der Richter: Die Geschichte einer Liebe, einer Ehe und eines Berufs

Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer publication files mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden müssen.

Ressourcenorientierte Biografiearbeit: Grundlagen – Zielgruppen – Kreative Methoden

Konzept und Ansatz der Biografiearbeit als Methode in der Sozialen Arbeit ist noch immer wenig theoretisch fundiert. Im Kontext sozialpädagogischer Arbeitsfelder wird Biografiearbeit zwar als Methode in der Beratungsarbeit geführt, bisher ist diese jedoch nicht systematisch thematisiert und reflektiert.

Fördern durch Pflege bei schweren Hirnschädigungen: Connected Care® Concept

Durch die gute klinische Versorgung ist ein Leben nach einem Unfall mit schwerer Hirnschädigung heute für viele Patienten lange möglich. Menschen mit erworbenen neurologischen Erkrankungen wie z. B. bei einem Schlaganfall, a number of Sklerose, Wachkoma aber auch einer fortgeschrittenen Demenz oder Morbus Parkinson benötigen eine in depth Pflege und Betreuung.

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Und wie steht es mit den Westdeutschen (und ehemaligen Ostdeutschen), die nach der Wende in den Osten gegangen bzw. wieder dorthin zurückgekehrt sind? Welcher Seite sind die West-Ost- und die Ost-West-Pendler zuzurechnen? Und was ist mit den neu angekommenen Aussiedlern, was mit den eingewanderten Ausländern zu tun? Für diese Fragen kann es keine eindeutigen Antworten geben. Ich habe sie hier nur angeschnitten, um bewußt zu machen, wie groß das Risiko ist, sich in askriptive Etikettierungen zu verstricken, sobald man von der bequemen nationalstaatszentrierten Perspektive abgehen und "den" Ostdeutschen einen Sonderstatus beimessen möchte.

Quintil 8,3 12,7 16,8 22,3 39,9 DDR 9,7 16,1 19,7 23,4 31,1 1983 Bundesrepublik Deutschland 9,8 14,7 18,3 22,9 34,3 DDR 10,9 16,3 19,7 22,9 30,2 Jedes Quintil umfaßt ein Fünftel der nach ihrer Einkommenshöhe geordneten Haushalte; ausgewiesen werden die Einkommensanteile der Quintile. Quelle: Berechnungen des DlW unter Verwendung amtlicher Statistiken. Aus: Materialien zwn Bericht zur Lage der Nation im geteilten Deutschland 1987: 503. Ganz anders verhält es sich mit Tafel 11. 12 In der Abbildung A werden DDR und BRD noch als zwei separate Gesamtgesellschaften gesehen, die einander als Ganze gegenübergestellt werden.

Was die erstgenannte Formel angeht, so muß ihr legitimistischer Charakter gewiß nicht ausführlich begründet werden: ihrem Wesen nach bildet sie eine Art Nebelwand, hinter der sich die eigentlichen Strukturen verbargen. Aber eben nicht nur. "Die Hofierung der Arbeiterklasse war nicht wirkungslos "3 - womit gemeint war, daß ideologische Formeln dieser Art, was Ideologie als "falschem Bewußtsein" durchaus eigen sein kann, ihre Wirkung nicht verfehlten. Wenn auch nicht im gesellschaftlichen Ganzen, so verstanden sich Arbeiter im betrieblichen Geschehen durchaus als eine Art "Herren im Hause": sie und nicht das betriebliche Management waren es, die letztlich zumindest faktisch, jenseits der formellen Strukturen, bestimmten, was zu tun sei und was nicht: dem im Berliner Bauwesen eingebürgerten Brauch einer Art "Vier-Tage-Arbeitswoche" (Arbeitsbeginn am Dienstag, Abreisetag am Freitag, weil die Mehrheit der Bauarbeiter aus den Bezirken "delegiert" worden war) standen die Leiter hilflos gegenüber; die normale Arbeitsintensität in DDR-Betrieben (von der durch technologische Bedingungen bestimmten Produktivität abgesehen) lag weit unter westlichem Standard etc.

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