By Carol Hagemann-White

Inhalt
Die Entwicklung eines spezifisch männlichen oder weiblichenSozialcharakters läßt sich kaum auf physiologische Unterschiede zurückführen.Ein altersabhängiges Normbewußtsein scheint dafür eher verantwortlich.Wichtige tiefenpsychologische Momente können aus der asymmetrischenAusgangssituation der Geschlechter abgeleitet werden. Aus dem Inhalt: Sind geschlechtsspezifisch unterschiedliche Charaktere empirischnachweisbar? Zur Geschichte der Erforschung von Geschlechtsunterschieden Stand der empirischen Forschung über Unterschiede im Verhaltender Geschlechter in der Kindheit und Pubertät Zur Relevanz der Biologie bei der Erklärung vongeschlechtstypischem Verhalten Einschätzung der Bedeutung der vorliegenden Ergebnisse Mittel, Wege und Wirkungen geschlechtsspezifischer Erziehung Erziehung in der Familie Erziehung in öffentlichen Einrichtungen Ansätze zu einer Theorie der Entwicklung des weiblichenSozialcharakters Das challenge einer zureichenden Theorie der Weiblichkeit Die Zweigeschlechtlichkeit als kulturelles procedure und derBiologismus des Alltags Von der Ohnmacht der Frauen und der Allmacht der Mütter Der männliche und der weibliche Ort: Strukturunterschiede in derAneignung der Zweigeschlechtlichkeit Pubertät und widersprüchliche Lebensentwürfe

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Rowell hingegen hat waldlebende Paviane beobachtet und erheblich andere Verhaltensweisen gefunden, und zwar insbesondere hinsichtlich Dominanz, Rigidität der Sozialstruktur und männlicher Aggressivität. Umweltfaktoren scheinen selbst unter den Affen erhebliche Unterschiede im Sozialverhalten, insbesondere im Geschlechterverhältnis bewirken zu können (Martin/Voorhies 1975, S. ;Haraway 1978, S. ). 4. Am ehesten leuchtet das Verfahren ein, die morphologisch und physiologisch den Menschen ähnlichsten Affen auszumachen und ihr Verhalten zu betrachten, wiewohl auch dieses Vorgehen allenfalls Hypothesen über den übergang zur Menschwerdung bereichern könnte.

Am eindeutigsten wäre es, wenn nur diese Personen, bei denen alle genannten Merkmale definitionsgemäß entweder übereinstimmend weiblich oder übereinstimmend männlich sind, als "Frauen" oder "Männer" gekennzeichnet und in die Untersuchungen einbezogen wären. Unsere Kultur gebietet aber die Zuschreibung eines Geschlechts zu jeder Person; und die psychologische Forschung pflegt nicht die Chromosomen, den Hormonspiegel, die inneren und die äußeren Geschlechtsorgane zu inspizieren, ehe Versuchspersonen als "weiblich" bzw.

Der Geschlechtsunterschied (den es beim eindeutigen Schreien nicht gegeben hatte) lag in einem Bereich, der unterschiedlich gedeutet werden kann. Zudem vermutet Moss aufgrund einiger Mitteilungen von Müttern, daß zum Zeitpunkt der späteren Untersuchung Kinderärzte dazu übergegangen waren, eher Medikamente für unruhige quengelnde Kinder zu verschreiben (bzw. Koliken zu diagnostizieren), deren Verabreichung nun die Unruhe verringert hätte. (Moss 1974, S. 160-161). ) bei Jungen eher zu ignorieren.

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