By Sebastian Pranz

Die digitalen Medien stellen einen zunehmend relevanten Raum für Alltagserfahrungen dar, der durch eigene und eigenartige Handlungspraxen, Beziehungsformen, Sinntypen und Deutungsmuster gekennzeichnet ist. Der Band untersucht verschiedene Aspekte des medialisierten (Alltags-)Handelns vor dem Hintergrund der those, dass die Wirklichkeit digitaler Medien als eine "prinzipiell theatrale Wirklichkeit“ (Erika Fischer-Lichte) zu verstehen ist. Dabei geht es um ein doppeltes Erkenntnisinteresse, das aus einer exemplarischen Untersuchung der Chatkommunikation und des Videospiels weiterführende theoretische Überlegungen für eine dramatologische Auseinandersetzung mit den digitalen Medien entwickelt.

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Willems/Pranz 2006. Vgl. dazu auch meine Anmerkung in Fußnote 224. 55 Während die Auseinandersetzung mit Videospielen bzw. Videospielkulturen zunächst ein Nischendasein fristete, wird diese Aufgabe von den Kulturwissenschaften in den letztem Jahren zunehmend ernst genommen. h. 56 Neben einer möglichst vollständigen Erfassung und Beschreibung des Gegenstandes57, die Angesichts eines ständig expandierenden Videospiel-Marktes wohl ein ‚ewiges Desiderat‘ bleiben muss, sowie den verschiedenen speziellen Forschungsinteressen, die sich am Videospiel festmachen – etwa die Untersuchung seiner spezifischen Narratologie (Degler 2005, Pearce, 2001 #291), der semiotischen Konventionen (Nöth/Neitzel/Bishara 2008; Poole 2000: 177ff), seiner Interaktivität (Mertens 2004) und seiner Bildlichkeit (Korn 2005) – geht es dabei auch und vor allem um das Erarbeiten der Methoden und Instrumente, derer sich ein solches Vorhaben bedienen kann (vgl.

Knoblauch 2008: 138). Goffmans rahmenanalytische Überlegungen zum Theater sind vor diesem Hintergrund von besonderem Interesse. : 165) durch das „Vor-Zeichen“ (Soeffner 1986: 80) eines Rahmens zu einem geschlossenen Bezugssystem wird, ohne das hier wohl weder ‚Handeln‘ noch ‚Zuschauen‘ (vgl. Rapp 1973) möglich wären. Vielmehr stellt es eine Besonderheit dieses Rahmentyps dar – in der er sich im Übrigen auch von den verschiedenen Transformationen unterscheidet, die Goffman in den ersten Kapiteln seines Werks untersucht (vgl.

Aus geschlossenen und weitgehend funktionalen Spielfeldern werden offene und zunehmend kontingente Spiel-Welten. Zum anderen geht es um eine fortschreitende Innovation der (theatralen) Präsentationsformen, wobei die Konkretionslogik des Theaters zunehmend an die Stelle der Abstraktionslogik des Spiels tritt. Wie ich zeigen möchte, stehen diese beiden Ebenen in einem transformationslogischen Zusammenhang, der sich auf die folgende Formel bringen lässt: Neue Darstellungsformen verschieben den Horizont des Möglichen und Machbaren und erzeugen somit erweiterte empirische Handlungsspielräume.

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