By Kurt Röttgers (auth.), Wieland Jäger, Rainer Schützeichel (eds.)

Universitäten sind gegenwärtig einem Sog von Reformen und enormen Belastungen ausgesetzt, die ihre Lebenswelt, aber auch die Beziehungen zu ihrer lebensweltlichen Umwelt stark verändern. Die Beiträge in diesem Band gehen diesen Veränderungsprozessen nach. Sie thematisieren epistemologische wie organisatorische Fragen, befassen sich mit Autobiographien und Identitäten, analysieren die neuen Studienmodelle und untersuchen die lebensweltliche Verortung von Universitäten.

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Ressourcenorientierte Biografiearbeit: Grundlagen – Zielgruppen – Kreative Methoden

Konzept und Ansatz der Biografiearbeit als Methode in der Sozialen Arbeit ist noch immer wenig theoretisch fundiert. Im Kontext sozialpädagogischer Arbeitsfelder wird Biografiearbeit zwar als Methode in der Beratungsarbeit geführt, bisher ist diese jedoch nicht systematisch thematisiert und reflektiert.

Fördern durch Pflege bei schweren Hirnschädigungen: Connected Care® Concept

Durch die gute klinische Versorgung ist ein Leben nach einem Unfall mit schwerer Hirnschädigung heute für viele Patienten lange möglich. Menschen mit erworbenen neurologischen Erkrankungen wie z. B. bei einem Schlaganfall, a number of Sklerose, Wachkoma aber auch einer fortgeschrittenen Demenz oder Morbus Parkinson benötigen eine in depth Pflege und Betreuung.

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1). Eine Folge dieser Veränderung ist, dass es für Jugendliche derzeit nahezu unmöglich ist, ihre Berufsbiographie langfristig zu planen, wie Keup, Straus und Straus (2000) ausführen. Die Jugendlichen versuchen daher, so die Autoren, Planungsunsicherheiten durch die Investition in mehrere Ausbildungen abzufedern. Die Strategie lautet, sich nicht auf eine Option zu konzentrieren, sondern zugleich mehrere zu verfolgen. Dabei besteht die Gefahr mangelnder Selbstsorge, da der Versuch, mehreren beruflichen Optionen gerecht zu werden, mehr Ressourcen bindet als die Konzentration auf eine Option (Haubl u.

Das liegt darin Entgrenzung aus der Perspektive des Subjekts 39 begründet, dass es nicht so leicht ist, einzuschätzen, welche fachlichen und vor allem emotionalen Ressourcen von Nöten sind, um einer Aufgabe gerecht zu werden. Zudem erfordert die Einschätzung der eigenen (Bewältigungs-) Ressourcen möglicherweise das Eingeständnis, nicht über die nötigen Ressourcen zu verfügen und mit dieser Erkenntnis angemessen umzugehen. Folgt man dieser Annahme, so ist davon auszugehen, dass Selbstorganisation, soll sie nicht selbstschädigend wirken, ein gewisses Maß an Selbstreflexion erfordert, um die eigenen Schwächen und Stärken sowie die eigenen Belastungsgrenzen zu erkennen.

Der proklamierte Autonomiegewinn wird somit zu einer Art moralischem Deckmantel, weshalb Haubl (2007f, S. 14) diese Argumentation als „institutionalisierten Zynismus“ bezeichnet. Welche Implikationen Selbstorganisation für Beschäftigte hat, soll im Folgenden ausgeführt werden. In seiner Studie „Arbeitskraft in Entgrenzung. Grenzenlose Anforderungen, erweiterte Spielräume, begrenzte Ressourcen“ untersucht Kratzer (2003) die Implikationen und Folgen von Selbstorganisation für Beschäftigte. Er kommt zu dem Ergebnis, dass Beschäftigte Selbstorganisation als verhältnismäßig neuartige Anforderung wahrnehmen, für deren Bewertung sie die Anforderungen heranziehen, die im Rahmen von Normalarbeit fordistisch-tayloristischer Prägung gestellt wurden.

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