By Stefanie Sperlich

Als Empowerment werden psychosoziale Interventionsstrategien bezeichnet, die dazu befähigen sollen, eigene Lebenswege selbstbestimmt zu gestalten. Dem Empowerment kommt auch in der Gesundheitsförderung sozial benachteiligter Menschen eine Schlüsselrolle zu, seine Wirksamkeit zur Verringerung gesundheitlicher Ungleichheit wurde jedoch bislang kaum empirisch geprüft. Stefanie Sperlich untersucht den Erfolg und die Gesundheitseffekte von Empowerment-Prozessen anhand von Daten aus Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen für Mütter. Die Evaluationsstudie bestätigt den hohen Stellenwert von Empowerment für die nachhaltige Verbesserung der Gesundheit und verweist auf Optimierungspotenziale in der gesundheitlichen Versorgung sozial benachteiligter Mütter. Die Arbeit zeigt Schwächen des Schichtansatzes auf und stellt mit dem Konzept der Lebenslagen einen lebensweltnäheren Untersuchungsansatz vor, der für die medizinsoziologische Ungleichheits- und Versorgungsforschung weiterführende Perspektiven eröffnet.

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Bisher sind derartige zielgruppen- und lebensweltorientierte Interventionen jedoch noch kaum entwickelt und erprobt. Aus den vereinzelten zielgruppenspezifischen Untersuchungsdesigns ergeben sich jedoch Hinweise darauf, dass bei Beachtung dieser Voraussetzung auch die sozial benachteiligten Schichten von einer Interventionsmaßnahme profitieren können (Mielck 2000). Die psychosoziale Intervention schließlich (vgl. Kap. 4) zielt auf die Steigerung personaler Ressourcen. Sie basiert auf Strategien zur Erhöhung der Selbstwirksamkeitsüberzeugungen, Verbesserung des Selbstmanagements und der interpersonellen Kompetenzen im Sinne des Empowerments (siehe dazu ausführlich Kap.

N 2982 551 2004 549 23 6109 % 48,8 9,0 32,8 9,0 0,4 100 Untersuchungsanlage 59 In der Nacherhebung nach sechs Monaten (t3) bzw. zwölf Monaten (t4) wurden von 2001 bis 2004 insgesamt 4846 Patientinnen angeschrieben. Die Auswahl an Patientinnen für die Nachbefragung erfolgte zufällig, bestimmte Ein- oder Ausschlusskriterien lagen nicht vor. Insgesamt haben 3273 Patientinnen den Fragebogen beantwortet zurückgesandt, dies entspricht einer Rücklaufquote von 67,5%. Von den 3273 Patientinnen haben 2050 auch an der Nachbefragung nach 12 Monaten teilgenommen, 1223 Patientinnen konnten hingegen nicht zu einer nochmaligen Befragung motiviert werden.

2003, Strittmatter et al. 1997). Collatz et al. (1998) analysierten die typische Symptomkonstellation bei Patientinnen in Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen für Mütter sowie Mütter und Kinder. Mit dem 'Leitsyndrom mütterlicher Erschöpfung' wurde die komplexe mütterspezifische Krankheitssituation beschrieben (vgl. Tab. 4). Grundlegend für das Leitsyndrom ist seine biopsychosoziale Ausrichtung und die zentrale Bedeutung von vielfältigen Belastungssituationen als gesundheitsrelevante Kontextfaktoren.

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