By G. Sehhati-Chafai

Der erste Narkosezwischenfall infolge einer Aspiration wurde irn Jahre 1848 bekannt. Seit jener Zeit wurden irnmer wieder Aspirationstodesfalle in der Anaesthesie beschrieben. Trotz der endotrachealen Intubation und Anwendung moderner Pharmaka bei der Durchfiih rung der Anaesthesie und Entwicklung spezieller Anaesthesietechniken, sowie Beachtung und Verfeinerung der Vorsichtsml&nahmen die eine Regurgitation und Aspiration verhtiten sollen, stellen diese Komplikationen auch heute ein klinisches challenge fUr die Anaesthesiepraxis dar. Das Ziel dieser Untersuchung battle es, besonders jtingeren Kollegen die Problematik der Aspira tion vertraut zu machen und die Bedeutung des intraluminalen Druckverhaltens irn gastrooeso phagealen Bereich nach Gabe von den am haufigsten verwendeten pharmakologischen Substan zen in der Anaesthesie zu veranschaulichen. Ferner sollten Mittel herausgefunden werden, wel che die Barrierefunktion des unteren Oesophagussphinkters m6glichst geringfUgig beeinflussen oder sogar erhOhen und dazu beitragen, daB das Risiko der Aspiration und damit die geflirch tete Narkosekomplikation so klein wie m6glich gehalten wird. Mainz, Oktober 1978 Gh. Sehhati-Chafai Danksagung Oem Direktor des Institutes fur Medizinische Statistik und Dokumentation, Herm Professor Dr. med. et phil. S. Koller und seiner Mitarbeiterin Frau Dr. N. Wermuth mochte ich fUr die Beratung in statistischen Fragen und bei der Durchftihrung der Computerberechnungen dan ken. Mein herzlicher Dank gilt ebenso Herm Professor Dr. R. Krebs, Institut fur Pharmakologie, fur seine freundliche UnterstUtzung. Herm Professor Dr. F. Waldeck, Physiologisches Institut, z.Zt. Pharmaforschung Biologie, Boehringer und Sohn, Ingelheim, und seinem Mitarbeiter Herm Dr. H.M. Jennewein danke ich besonders fur die Beratung bei der Versuchsplanung.

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20-22) Distaler Oesophagus: Fentanyl reduzierte den Druck urn 3,52 mm Hg, Droperidol urn 3,89 mmHg(n= 5). Bei den 5 Probanden, bei denen mit Droperidol begonnen wurde, stieg der Druck urn 2 mm Hg, ebenso nach Fentanylgabe urn 2 mm Hg (n = 5) an . Suxamethoniurnchlorid steigerte den Druck urn 6 rnrn Hg, wiihrend Diallylnortoxiferin ohne eindeutige Wirkung war. Entsprechendes gilt fUr das Antidot Pyridostigminbrornid. Unterer Oesophagussphincter (UOS): Der Ruhedruck bei 5 Probanden lag bei 19,60 ± 4,45 mm Hg (Mittelwert ± Standardabweichung).

Am Me~punkt unterer Oesophagussphincter (UOS) war der stiirkste Druckabfall, ahnlich wie beim distalen Oesophagus, hochsignifikant (F =43,83 bei 2 und 17 FG, P < 0,001), besonders bedingt durch die Unterschiede zwischen Droperidol-Fentanyl und Pentobarbital-Natrium (P < 0,005) und Droperidol-Fentanyl und Droperidol (P < 0,001). Beim starksten Anstieg (F = 13,40 bei 2 und 17 FG, P < 0,01) waren die Unterschiede auf Droperidol-Fentanyl und Pentobarbital-Natrium (P < 0,01) und Droperidol und Pentobarbital-Natrium (P < 0,05) zuruckzuftihren (Tabelle 4).

Die von uns ermittelte signifIkante Druckreduzierung am UOS und Magen steht mit diesen Befunden in Einklang. Die Erkllirung daflir dlirfte in der von Goodman und Gillman (73) beschriebenen Hemmung der glatten Muskulatur durch Thiopental-Natrium zu suchen sein. Weiterhin besitzt Thiopental einen hemmenden Effekt auf die propulsive Peristaltik des Dtinndarms (228). Der spasmolytische Effekt kann in vivo (116) und in vitro nachgewiesen werden (116, 223). Am glatten Muskelprliparat hat es einen deprimierenden Effekt auf Frequenz und Amplitude der Kon traktion (218).

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