By Detlef E. Dietrich

Die Betrachtung der Interaktionen emotionaler und kognitiver Prozesse ist von zentraler Bedeutung für das Verständnis der menschlichen Entwicklung und des menschlichen Verhaltens sowie für das Verständnis unterschiedlicher psychiatrischer Erkrankungen. In der vorliegenden Monographie werden zunächst grundlegende Erkenntnisse zur Emotions/Kognitions-Kopplung bei Gedächtnisprozessen und deren Relevanz für affektive Störungen dargestellt. Nach einer Einführung in die Methodik der ereigniskorrelierten Hirnpotentiale werden die Möglichkeiten der Anwendung dieses Verfahrens für Fragestellungen im Bereich der Emotions/Kognitions-Kopplung bei Patienten mit affektiven Erkrankungen und bei gesunden Probanden untersucht und fächerübergreifend (Psychiatrie, Psychologie, Neurobiologie und Elektrophysiologie) diskutiert.

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Durch eine Aktivierung negativer Selbstschemata, die fUr das selektive Einpriigen und Wiederabrufen von stimmungskongruenten Informationen verantwortlich seien, und 2. B. Bower 1981). Der Schweregrad der depressiven Erkrankung konne sich auch in zweierlei Hinsicht auf die Gediichtnisleistung auswirken: 1. durch eine Unterbrechung der Gediichtnisspur und Einpriigung durch "disorganisationale" Faktoren ("disrupting trace processing and storage by its disorganisational nature") undloder durch einen niedrigen Grad an Anstrengung ("effort") beim Einpriigen ("encoding").

Die Bedeutung der Amygdala insbesondere beim Lemen von Assoziationen zwischen Stimuli und Verstiirkem wird durch diese Befunde unterstrichen. Zum orbitofrontalen Cortex Eine wichtige Funktion bei der Reaktion auf emotionale Stimuli iibemehmen auch orbitofrontale cortikale Strukturen. Deren vielfaltige Verbindungen (vgl. l) zu anderen cortikalen und limbischen Strukturen scheinen fUr die Verarbeitung von emotionsassoziierten Stimuli von Bedeutung. Die Hypothese, dass der orbitofrontale Cortex eine wesentliche Aufgabe bei der Veranderung von Verhaltensantworten auf vorher prasentierte und mit Verstiirkem assoziierten Stimuli iibemimmt, wurde durch Aufzeichnungen von einzelnen orbitofrontalen Neuronen bei Affen bestiitigt.

Beim Durchwandern dieser Netzwerke wiirden die Informationen fiber den urspriinglichen Stimulus input zunehmend verandert, abstrakter und mit Vorerfahrungen des Subjekts in Beziehung gesetzt. B. h. in den primaren visuellen Cortex gelangen. Danach werden die Informationen fiber kortiko-kortikale Wege zur letzten Stufe der unimodalen visuellen Verarbeitung in die Area TE des Temporallappens weitergeleitet. h. eher in den parietalen als in den temporalen Cortex (Ungerleider & Mishkin 1982; Farah 1990).

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